40 Jahre Ehrenamt: Freiwillige Feuerwehr Stellingen ehrt Brandinspektor Werner Wriedt

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Werner Wriedt mit seiner Feuerwehr-Verdienstmedaille der 1. Stufe (Bilder: H. Stachowiak)

Werner Wriedt mit seiner Feuerwehr-Verdienstmedaille der 1. Stufe (Bilder: H. Stachowiak)

Mit so viel Aufmerksamkeit hatte Werner Wriedt (57) überhaupt nicht gerechnet. Und schon gar nicht, dass er einmal mit dem Löschfahrzeug abgeholt werden würde. Doch genau das hatten sich seine Mitstreiter der Freiwilligen Feuerwehr Stellingen jüngst nicht nehmen lassen. Genauso wie die anschließende Ehrung und Feier im Gerätehaus der Wehr.

Seine Frau Helga war natürlich im Vorfeld eingeweiht worden. „Er war sprachlos, als er das rote Fahrzeug sah“, berichtet sie. Erst habe er noch einen Brand vermutet. Dass am Ende das geschmückte Fahrzeug eigens für ihn zu seinem 40-jährigen Feuerwehrdienstjubiläum ausgerückt war, das wurde ihm erst später klar, als er gemeinsam mit seiner Frau Helga (53) und Tochter Anna-Louisa (17) im Auto Platz nehmen durfte.

Dabei sei er überhaupt nicht der Mensch, der gern im Mittelpunkt stehe, weiß Helga Wriedt, die seit 1992 mit ihm verheiratet ist. Sie bewundere sein Engagement und seinen Einsatz für das Ehrenamt. Doch manchmal, gibt sie zu, habe sie auch Angst um ihn und hoffe jedes Mal, dass ihr Mann gesund vom Einsatz zurückkomme.

40 Jahre Feuerwehrdienst – das sind mathematisch gesehen 14.600 Tage, 350.400 Stunden und 21.024.000 Minuten. Daran erinnerte André Jänicke, ehemaliger Wehrführer der Stellinger Feuerwehr. In seinen einleitenden Worte stellte er Werner Wriedts große Charakterstärke heraus: „In der Ruhe liegt die Kraft.“


Der Jubilar Werner Wriedt (M.) wird zu seinem 40-jährigen Feuerwehrdienstjubiläum mit einem geschmückten Fahrzeug zur Feier abgeholt

Der Jubilar Werner Wriedt (M.) wird zu seinem 40-jährigen Feuerwehrdienstjubiläum mit einem geschmückten Fahrzeug zur Feier abgeholt

Und mit eben dieser Ruhe hat es der Jubilar vom Feuerwehrmann, über den Oberfeuerwehrmann, Brandmeister, Oberbrandmeister, Hauptbrandmeister bis zum Brandinspektor geschafft. Von 1998 bis 1990 trug er zudem als Wehrführer Verantwortung. Und wer sich über so viele Jahre für das Ehrenamt engagiert, der hat eine öffentliche Ehrung mehr als verdient, verbunden mit vielen Dankesworten.

Die gab es an erster Stelle von Gerd Rüther. Der stellvertretende Landesbereichsführer hatte die Grüße von Innensenator Michael Neumann überbracht. Aber nicht nur die. Er überreichte Werner Wriedt vor allem die Feuerwehr-Verdienstmedaille der 1. Stufe. Dem folgten Geschenke von André Waldeck, stellvertretender Wehrführer, und der gesamten Stellinger Feuerwehr einschließlich der Jugendfeuerwehr und der Ehrenabteilung.

Sichtlich gerührt ob der großen Aufmerksamkeit bedankte sich Werner Wriedt bei allen und versicherte, dass er für all die tollen Geschenke einen Platz finden werde. Auf Anfrage sagte der Jubilar, dass es etwas Wunderbares sei, anderen Menschen helfen zu können. Und solange die Gesundheit und vor allem die Familie mit spiele, wolle er sich weiterhin in den Dienst der Gemeinschaft stellen.
Dass er sich um den Zuspruch

seiner Familie keine Gedanken machen müsse, das ließen die Worte seiner Tochter erahnen. „Ich bin sehr stolz auf meinen Vater. Vor allem, dass er ein Hobby hat, wo er mit Herz und Seele dabei ist“, so Anna-Louisa.

Heike Stachowiak

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