In Anlehnung an die amerikanischen Paperboys werden die zusammengerollten Kunstwerke vom Fahrrad aus den ahnungslosen Passanten zugeworfen. Kunst in den Alltag bringen, ist das Ziel. Der Empfänger wird zufällig gewählt. „Wenn es sich dabei um Kulturbanausen handelt, ist es umso besser. Die Menschen sollen mit Kunst konfrontiert werden“, erzählt Svenja.
Der Ablauf des Papergirl-Projekts lässt sich in drei Phasen einteilen. „Es fängt an mit dem Open Call, wo uns die Kunstwerke zugeschickt werden, geht weiter mit einer einwöchigen Ausstellung der eingesendeten Werke aller Künstler und endet mit einer eintägigen Verteilaktion vom Fahrrad an Passanten“, erzählt Svenja.
Die Ausstellung findet wohl Ende September / Anfang Oktober statt. Ausstellungsort soll wie im vergangenen Jahr die Galerie ‘Die Kupferdiebe’ im Hamburger Gängeviertel sein. „Weitere Informationen dazu gibt es dann auf unserem Blog“, sagt Svenja. Neben den ausgestellten Kunstwerken legt ein DJ für die Besucher Musik auf. „Vielleicht gibt es auch noch eine Party“, sagt Ragna. Bei dem Verteilen der Rollen am Ende des Projekts kann jeder mitmachen.
New York, Amsterdam oder Istanbul – Papergirl zieht Kreise um die ganze Welt. „Die Idee ist einfach klasse. Das Projekt bietet unbekannten Künstlern die Chance, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie können ihre Namen auf die Rollen schreiben oder anonym bleiben“, sagt Ragna.
Hamburg wartet schon auf zahlreiche Kunstwerke, die quer durch die Hansestadt fliegen. Die beiden Studentinnen hoffen jedenfalls, dass sie noch von vielen Künstlern überraschend und spontan kreative Post erhalten werden.
Tobias Schmidt
Einsendungen bis 8. August 2011 an:
Papergirl Hamburg
Methfesselstraße 27
20257 Hamburg
Weitere Informationen:
Papergirl Hamburg







