Vier Füße für ein Halleluja beim ETV

{lang: 'de'}

Alex Horn (l.) und Michael Manske (r.) wollen zusammen für den ETV beim DFB-Pokalspiel gegen Greuther Fürth auflaufen (Bild: privat)

Alex Horn (l.) und Michael Manske (r.) wollen zusammen für den ETV beim DFB-Pokalspiel gegen Greuther Fürth auflaufen (Bild: privat)

Alex Horn spielt schon ewig Fußball. Bei der FSG Neindorf/Almke in der Nähe von Wolfsburg begann er in Kindertagen die Hatz auf das runde Leder. Sein größter Wunsch damals: Einmal an der Hand eines Fußballprofis in ein Stadion einlaufen.

Inzwischen hat sich Alex Traum verändert: „Jetzt kann es passieren, dass ich auflaufe – mit einem Kind an der Hand.“ Er ist inzwischen 21 Jahre alt und gehört seit vergangener Woche zum Kader des Landesligisten Eimsbütteler TV.


Als Hamburger Pokalsieger hatte sich der ETV für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert. Als Gegner wurde Zweitligist Greuther Fürth ausgelost. Im Streit um Erfolgsprämien war allerdings die komplette Mannschaft Ende Juni aus dem Verein ausgetreten – die Chance für Alex.

Zusammen mit Kumpel Michael Manske meldete er sich zum Probetraining an – beide wurden prompt vom neuen Trainer Harald Wenzing ins Team aufgenommen. Über ihre Beweggründe, zum ETV zu wechseln, sagen sie ehrlich: „Es ist das Spiel unseres Lebens. Wann hat man schon mal die Chance, DFB-Pokal zu spielen?“, kommt Manske nicht ohne Pathos aus, wenn er über die Partie am 31. Juli spricht. „Der DFB-Pokal ist ein riesiger Anreiz“, bestätigt auch Alex, der für die Vorbereitung auf das Spiel sogar seine komplette Ernährung umgestellt hat. Er isst seither viel mehr Salat, lässt Fast-Food weg.

Alex Horn spricht beim Kaffee über seinen Pokal-Traum (Bild: L. Gesing)

Alex Horn spricht beim Kaffee über seinen Pokal-Traum (Bild: L. Gesing)

„Konditionell war ich beim ersten Training ein Wrack“, erzählt er lachend. Denn seitdem Alex im Spätherbst 2010 für ein Studium nach Hamburg kam, stand er nur noch höchst selten auf dem Fußballplatz. Das war früher anders. „Alex und ich haben zusammen Abitur gemacht, haben aber damals in unterschiedlichen Vereinen oft gegeneinander gespielt“, erzählt Kumpel Michael. Auch er ist für das Studium nach Hamburg gekommen. Erstmals spielen die Freunde nun zusammen in einer Mannschaft.

Beide sind angehende Journalisten – durch ihren möglichen Pokaleinsatz geraten sie plötzlich selbst in den Fokus der Medien. „Das ist schon ein bisschen komisch – selbst aus Wolfsburg rufen mich auf einmal Zeitungen an“, erzählt Michael über seinen frisch erlangten Ruhm.


Die Aufregung und Vorfreude auf „das Spiel ihres Lebens“ ist ihnen anzumerken. „Wenn vor dem Anpfiff im Fernsehen die Aufstellung eingeblendet wird und da auf einmal der Name Manske steht – das hätte schon was“, sagt Michael mit einem träumenden Blick. Alex fügt an: „Das erste Ziel ist, im Kader zu stehen. Wenn das geschafft ist, möchte man natürlich auch spielen.“

In seiner neuen Heimat Hamburg fühlt sich Alex sichtlich wohl (Bild: L. Gesing)

In seiner neuen Heimat Hamburg fühlt sich Alex sichtlich wohl (Bild: L. Gesing)

Ein Weiterkommen gegen den haushohen Favoriten aus Fürth sei normalerweise Utopie, ist Stürmer Alex Realist. Im nächsten Satz beeilt er sich aber, der Hoffnung ein Hintertürchen zu öffnen: „Im Pokal gab es schon oft genug Überraschungen beim Kampf David gegen Goliath.“

Ob er im Falle der Sensation einen Wunschgegner für Runde zwei habe? „Klar! Bayern München“, muss Alex nicht lange überlegen. Als glühender Fan des Deutschen Rekordmeisters würde er dann „wahrscheinlich vor Ehrfurcht erstarren.“


Lars Gesing


Lesen Sie auch: LEimsbütteler Turnverband: Der Fluch des Geldes
und ETV holt den Pokal und träumt von Bayern und Dortmund

{lang: 'de'}
Be Sociable, Share!
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Vier Füße für ein Halleluja beim ETV

  1. Pingback: Tickets für das DFB-Pokalspiel erhältlich | Hamburg Eimsbüttel

Kommentare sind geschlossen.