Frage der Woche (37): Morgens halb zehn in Eimsbüttel – was passiert da in Eurem Quartier?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diesmal erzählen sie, wie es morgens um halb zehn in ihrem Quartier aussieht. Was für Leute sind da unterwegs und was tun sie typischerweise? Wo ist das Viertel noch ein bisschen verschlafen, wo herrscht schon geschäftiges Treiben? Hier stellen unsere Stadtteilreporter stellen einen ganz normalen Morgen in ihrem Quartier vor.

Stadtteilreporterin Donika Cetaj:

Brötchen, Brezeln und Croissants gehen über die Bäckertheke und beglücken die Eimsbütteler (Symbolbild: pa)

Brötchen, Brezeln und Croissants gehen über die Bäckertheke und beglücken die Eimsbütteler (Symbolbild: pa)

Morgens um halb zehn in Eimsbüttel: Während Karstadt und die kleinen Boutiquen in und um die Osterstraße noch für den Verkauf bereit machen, haben die Bäcker schon lange ihre Türen geöffnet. Frische Brötchen, Croissants und Laugenbrezeln gehen hier über die Theke und beglücken die Eimsbütteler.


Auch in den Supermärkten herrscht schon längst Betrieb. Hier macht man sich um halb zehn für den ersten Schwung der Hausfrauen und Mütter bereit, die für die ganze Familie einkaufen kommen.
Neben den Hausfrauen machen sich auch die Rentner auf den Weg zum Supermarkt, um ihre Einkäufe zu erledigen und ein wenig über das Wetter und die Welt zu quatschen.


Es gibt auch einige, die morgens um halb zehn mit ihrem Hund spazieren gehen oder joggen. Andere sitzen im Büro und wälzen Akten.
 Wieder andere ziehen morgens um halb zehn Zähne oder untersuchen verstauchte Knöchel.


Morgens um halb zehn sieht man in Eimsbüttel bei gutem Wetter auch sehr, sehr viele Kinder auf dem Spielplatz an der Apostelkirche – und man hört sie auch! Ich will mich hiermit ganz und gar nicht über Spielplatzlärm beschweren. Im Gegenteil: Gerade das liebe ich an Eimsbüttel so, die ganzen tobenden und spielenden Kinder! Schließlich war ich selbst mal so eins ;-)!


Morgens um halb zehn ist die erste große Pause für alle Schulkinder in Eimsbüttel. Da werden Pausenbrote ausgepackt oder eben schnell die Hausaufgaben für die nächste Stunde abgeschrieben, da wird am Kiosk was Süßes gekauft, draußen auf dem Schulhof gespielt, sich über die letzte Party ausgetauscht. Die Lehrer führen hingegen Pausenaufsicht, rauchen eine, trinken ihren Kaffee oder unterhalten sich mit Kollegen.

Morgens um halb zehn in Eimsbüttel scheint mir die Sonne ins Wohnzimmer, wo ich gerade diesen Text schreibe!


Die große Uhr am Karstadt-Gebäude macht deutlich: Die Schnäppchenjagd kann beginnen! (Bild: F. Zander)

Die große Uhr am Karstadt-Gebäude macht deutlich: Die Schnäppchenjagd kann beginnen! (Bild: F. Zander)

Stadtteilreporter Frederick Zander:

Gestern Morgen habe ich mich bezüglich der aktuellen Frage der Woche mal auf die Socken gemacht und in der Osterstraße geschaut, was die Eimsbütteler um halb zehn Uhr morgens so treiben. Frei nach der TV-Werbung „Morgens halb zehn in Deutschland“ war ich in meinem geliebten Stadtteil Eimsbüttel unterwegs um das Geschehen zu beobachten…

Auf jeden Fall kann man sagen, dass auf den Straßen schon einiges los ist. Die Leute strömen zu Karstadt und machen sich auf die Schnäppchenjagd, denn genau um 09.30 Uhr öffnet das Kaufhaus seine Tore und der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm. Das Geschäft läuft und das weiß auch der Eimsbütteler.


Ein Paketbote geht seiner Arbeit nach (Bild: F. Zander)

Ein Paketbote geht seiner Arbeit nach (Bild: F. Zander)

An der einen Ecke steht ein Polizist, an der anderen sieht man einen Paketboten und an der nächsten steht auch schon die Blumenverkäuferin mit ihren Nelken vor Dir. Den größten Umsatz um diese Uhrzeit machen aber, wie sollte es auch anders sein, die Bäckereien wie der „Hansebäcker“. Dort herrscht reger Betrieb und bei so einem großen Andrang könnte man meinen, dass sich die Menschen förmlich um die letzten Franzbrötchen streiten müssen, so voll ist der Laden.


Beim "Hansebäcker" in der Osterstraße ist die "Hölle" los (Bild: F. Zander)

Beim "Hansebäcker" in der Osterstraße ist die "Hölle" los (Bild: F. Zander)

Die U-Bahnhaltestelle ist dagegen weniger besucht. Um diese Uhrzeit sind die meisten Menschen einfach schon auf der Arbeit oder unterwegs und so ist es kein Wunder, dass auf den Bahnsteigen zwar keine gähnende Leere, aber durchaus eine untypische Atmosphäre herrscht.

Mein Fazit nach dem heutigen Tag lautet: Egal wie früh oder spät es ist, in Eimsbüttel kann man immer was erleben! Das weiß auch der Eimsbüttler… 🙂

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